Wertermittlung eines Geschaeftes in Thailand

 

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Wertermittlung eines Geschäftes in Thailand

Vergessen Sie einfach die Buchführung. Ein Einblick in die Bücher bringt so gut wie nichts! Mindestens 90 Prozent der Geschäftsleute waren in ihrem Heimatländern weder selbstständig, noch hatten sie eine Führungsposition. Dadurch sind die meissten Leute gar nicht in der Lage eine korrekte Buchführung zu machen. Ausserdem wird der Service einer Buchhaltungsfirma in Anspruch genommen, die nur in der Thai Sprache durchgeführt wird. Aus steuerlichen Gründen wird da nur das angegeben, was unbedingt notwendig ist, um dass Finanzamt zufrieden zustellen.

Die Bücher welche man Ihnen vorlegen kann, haben dadurch nur eine sehr begrenzte Aussagekraft und können dadurch, dass sie nicht offiziell abgesegnet sind, sehr fiktiv sein.

Daher ist nicht so einfach, den Wert eines Geschäftes zu bestimmen oder die Spreu vom Weizen zu trennen. In gastronomischen Betrieben wird in der Regel der Zeitwert des Inventars mit dem Jahresgewinn addiert. Im Gegensatz zu Deutschland fällt da oftmals der Wert des Inventars kaum ins Gewicht. Es gibt Restaurants, welche auf Grund ihrer guten Lage sehr stark besucht sind obwohl sie genau betrachtet eigentlich Bruchbuden sind. Die Touristen lieben es, besonders einfache und rustikale Restaurants zu besuchen, da sie dann das Gefühl haben eine authentische Thaiküche zu bekommen. Solche Restaurants können durchaus einen Jahresgewinn von 100.000 Euro erwirtschaften. Der Wert liegt dann eher in der Lage und der eingeführten Adresse. In einem Touristenort braucht es etwa 3 Jahre, ehe man einen soliden Kundenstamm unter den Touristen aufgebaut hat. Diese Zeit muss natürlich in der Wertfeststellung mit einbezogen werden, da der Derjenige welcher ein Restaurant übernimmt, diese Durststrecke nicht mehr durchmachen muss.

In Thailand liegt der Wareneinsatz in der Gastromie bei etwa 25 - 40 % und die Betriebskosten machen weitere 30 – 35 % aus. Daher kann man davon ausgehen, dass der Nettogewinn bei 30 - 40 % liegt und sich damit das Investment nach 3 Jahren amortisiert hat. Das ist keine schlechte Rendite, aber man muss dafür arbeiten. Diese Arbeit sollte sich man natürlich mit einem Geschäftsführergehalt vergüten.

Diese Faustregel ist für ein Restaurant mit 50 bis 70 Sitzplätzen ziemlich realistisch.

Eine Bar hat meisstens geringere Umsätze vorzuweisen, was sich aber mit der besseren Preiskalkulation bei Getränken und den geringeren Betriebskosten wieder ausgleicht.

Ausserdem ist der Aufwand nicht so hoch und man macht in der Nebensaison weniger Verluste, da die Waren welche eingestzt werden, kaum verderben können.

Bei Nichtgastronomischen Betrieben wie zum Beispiel einen Reisebüro, wird der Wert eher durch die Lage und die aufgebauten Kontakte und Verträge bestimmt. Da fällt der Inventarwert kaum ins Gewicht. Bei einer Tauchschule liegt der Wert wiederum eher in Ausrüstung, vor allem wenn ein eigenes Boot vorhanden ist. Die Umsätze unterliegen hier anderen Faktoren. Da muss man auf die Länge der Touristensaison und auf eine mögliche Überschneidung mit der Regenzeit achten.

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